Hingerichtet im Namen Gottes
20minuten 16 Oktober 2008 Von Daniel Huber
Der Dokumentarfilm «Iran - Galgen für eine 16-Jährige» wird heute um 21:15 Uhr auf 3sat gezeigt.
Im Iran musste ein 16-jähriges Mädchen am Galgen sterben, weil ihm «unkeusches Verhalten» vorgeworfen wurde. Ein Dokumentarfilm rollt den Musterfall an Bigotterie im Iran auf. Selbst abgebrühte Beobachter wie der deutsche Publizist Henryk Broder können nur staunen.
Am 15. August 2004 wurde in der nordiranischen Stadt Neka die erst 16-jährige Atefeh R. öffentlich gehängt. Der noch minderjährigen Halbwaisen legte der Richter den Strick eigenhändig um.
Der Film «Galgen für eine 16-Jährige - Warum Atefeh hingerichtet wurde» von Monica Garnsey, der die Hintergründe dieses schockierenden Falles ausleuchtet, ist am 26. Februar 2007 in der WDR-Reihe «die story» ausgestrahlt worden.
Der Fall selber hatte 2004 einiges Aufsehen erregt. So hatte die «Süddeutsche» darüber berichtet, dabei aber in der Tatsache, dass Atefeh immerhin nicht gesteinigt worden war, einen Fortschritt gesehen. Dies veranlasste den bekannten deutschen Publizisten Henryk Broder («Hurra, wir kapitulieren») zu einer scharfen Abrechnung («Humanes Hängen»).Broder erklärte 20 Minuten Online auf Anfrage, seines Wissens habe sich die Situation im Iran seither nicht zum Besseren gewendet. Die Gesellschaft unter der Diktatur der heuchlerischen Mullahs sei bigott; man bekomme alles, Drogen, Alkohol und Sex - nur aufgrund der herrschenden (...)
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